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EUROPÄISCHES FORUM.
FRAUEN HEUTE.

Auf den Spuren der heiligen Elisabeth ...

Grußwort
zur Präsentation des Projekts

EUROPÄISCHES FORUM. FRAUEN HEUTE.
Auf den Spuren der heiligen Elisabeth ...

in Marburg beim Verkehrs- und Verschönerungsverein
am 1. November 2009

Sehr geehrter Herr Sommer,
sehr geehrte Frau Prof. Metz-Becker,
sehr geehrte Frau Reinhardt,
sehr geehrte Vertreter der Stadt Marburg,
sehr geehrte Gäste,

dass das Projekt EUROPÄISCHES FORUM. FRAUEN HEUTE. Auf den Spuren der heiligen Elisabeth nun auch Marburg erreicht hat, freut mich sehr. Diese, Ihre  Stadt war eine  wichtige und die letzte Station des  Lebensweges dieser ungewöhnlichen Frau, die uns als die beliebteste europäische Heilige bekannt ist, und deren Ruf auch nach mehr als 800 Jahren nichts an Strahlglanz und Aussagekraft verloren hat. Ein geistiger Bogen zieht sich von Sárospatak über die Wartburg bis hin nach Marburg. Symbolische Brücken verbinden die Menschen in Europa. Ein Beispiel liefert diese Ausstellung.

Wolfgang Knappe traf Sie, lieber Herr Sommer, bereits im Jahre 2004, um die Chancen zu beraten, die das Jubiläum 2007 zur Würdigung der heiligen Elisabeth und weiterer Persönlichkeiten unserer gemeinsamen Geschichte bietet. Gern erinnern wir an Ihre Vorträge über die Elisabethkirchen in Weimar, Erfurt und Eisenach. Ihre Sammlung von Kirchen, die der heiligen Elisabeth geweihten sind, ist beeindruckend.

Nach einem Besuch in Sárospatak 2003 initiierte Wolfgang Knappe ein europaweites Projekt zu Ehren der heiligen Elisabeth mit den Fragestellungen: Welche Botschaft vermittelt uns diese Frau uns Heutigen? Gibt es Frauen unter uns, die ihr nacheifern? Was fasziniert uns an dieser Frau?

Elisabeth sollte vor acht Jahrhunderten an der Seite des Landgrafen über Thüringen herrschen. Nach dem Tode Ihres Mannes brach sie aus der ihr zugeordneten Rolle aus, sehr zum Ärger der Verwandtschaft auf der Wartburg. Aber sie blieb bei ihrem Entschluss, sich bedingungslos für Kranke und Arme einzusetzen, ganz im Sinne des Christusworts: „Was ihr getan habt einem von diesen, meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan“ ( Mt. 25,40). Sie blieb fest in ihrem Glauben, auf sie war Verlass. Sie errichtete mit ihrem Witwengeld in Marburg ein Hospital und arbeitete bis zur völligen Erschöpfung.

Wolfgang Knappe und die Fotografin Susanne Kloiber aus Göttingen sammelten für diese Ausstellung Fotoportraits in acht europäischen Ländern. Nun haben wir eine Präsentation, in der uns viele Frauen begegnen, die bereit waren, ihre Lebensmaximen zu benennen.

Das ungarische Esztergom war die erste Ausstellungsstation. Es folgten 63 weitere in sechs europäischen Ländern. Danach entstanden viele thematische Unternehmungen: neue musikalische Kompositionen, ein polnisch - deutsches Pleinair, Skulpturen von Menschen mit geistiger Behinderung, Elisabethfeste und Pilgerwanderungen. Rolf Damm aus Jena wanderte beispielsweise in 60 Tagen von der Wartburg nach Sárospatak, um dort diese Ausstellung zu Pfingsten 2007 zu eröffnen. Im vergangenen Jahr begab sich Gerold Jaschke mit Vertretern der Historischen Gesellschaft Heilige Elisabeth der Stadt Sárospatak von der Wartburg aus auf den Weg nach Marburg.

Inzwischen gibt es Ideen zu einem Projekt für junge Menschen in Europa, das die Frage nach dem „Sinn des Lebens“ aufwerfen soll. Darauf dürfen wir gespannt sein.

Ich wünsche dieser Ausstellung einen nachhaltigen Zuspruch. Herzlich danke ich allen, die die heutige Veranstaltung möglich gemacht haben.

Christine Lieberknecht,

Schirmherrin und Vorsitzende der Maria Pawlowna Gesellschaft e.V.

 
News
Auf den Spuren der Heiligen Elisabeth

Wir laden Sie herzlich ein zur Ausstellungseröffnung Augustinerkloster Gotha

(Jüdenstraße 27, 99867 Gotha)

am Sonntag, den 27. Februar um 11.15 Uhr.

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